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Kolumbien: Förderung und Bildung von Jugendlichen

Hintergrund

Auf einer Fläche von 1'141'748 m2 (ca. 27mal die Schweiz) leben in Kolumbien 45 Millionen Einwohner. Von dem rund ein Drittel Jugendlichen leben fast 6 Millionen unter der Armutsgrenze von 2$ pro Tag, 200'000 sogar in absoluter Armut unter 1$. Praktisch seit der Unabhängigkeit von der spanischen Krone 1819 ist Kolumbien der Gewalt ausgesetzt. Der aktuelle bewaffnete Konflikt dauert bereits seit 1948. Es bekämpfen sich Regierungs-kräfte, Paramilitärs und Guerilla. Schätzungen zufolge sind zwischen 8’000 und 13’000 Kinder als Soldaten in die Kampfhandlungen verstrickt. Sie werden sowohl von Guerilla-Truppen wie auch von Paramilitärs rekrutiert. Ausserdem ist Kolumbien das Land mit den weltweit meisten Minenopfern. Familiäre Gewalt, Jugendschwangerschaften, Kriminalität, minderjährige Auftragsmörder und Drogenabhängigkeit sind nur einige der tragischen Folgen der tiefsitzenden Verunsicherung durch den bewaffneten Konflikt. Profit daraus schlägt die Drogenmafia. Opfer ist die Zivilbevölkerung.

 

Alternativen zur Gewalt aufzeigen

Die rund 1'430 Jugendlichen, die am Programm „Förderung und Bildung von Jugendlichen“ des YMCA Kolumbien teilnehmen, stammen aus unteren sozialen Schichten. Sie erleben täglich Gewalt und viele von ihnen waren gezwungen wegen des bewaffneten Konflikts zu flüchten. Heute leben sie oft ohne Familie in den Armutsquartieren der grossen Städte. Ihr Leben bietet wenig Perspektiven.

Der YMCA zeigt den Jugendlichen Alternativen zur Gewalt auf. Das Programm ermöglicht den Jugendlichen, sich kreativ und verbal auszudrücken und sich in konkreten handwerklichen und fachlichen Bereichen wertvolles Wissen anzueignen. Ihr Selbst-bewusstsein wird gestärkt, und ihr Leiterpotenzial gefördert. Durch die Bildung von Gruppen und Netzwerken lernen sie, Konflikte auf konstruktive Weise zu lösen und sich selbst und ihre Mitmenschen zu achten, gemeinsam Projekte zu erarbeiten und in ihrem Umfeld Verantwortung zu übernehmen. Sie engagieren sich in ihren Quartieren für ein friedliches Zusammenleben und fördern somit die soziale Entwicklung in ihren Gemeinschaften.

 

Selbstvertrauen und Perspektiven gewinnen dank Bildung

Das Programm wird durch den YMCA in den Städten Bogotá, Cali, Medellín, Armero-Guayabal, Pereira und Bucaramanga durchgeführt. Es beinhaltet die Programmbereiche Ganzheitliche Bildung (Koexistenz & Frieden, Gesundheit, schulische & berufliche Bildung, Führungskompetenz und gesellschaftspolitische Bildung), Organisation & Entwicklung der Zivilbevölkerung, Arbeitsbeschaffung und Positionierung & Stärkung der Jugendnetzwerke.

 


Projektdaten Laufzeit Projektbeitrag 2011
Horyzon ist die Schweizer Entwicklungsorganisation für Jugendliche und unterstützt Entwicklungsprojekte im Süden und Osten der Welt. 2010-2012 CHF 270'000.-

 

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