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Palästina: Einsatz für Frieden und Menschenrechte

Hintergrund

YMCA und YWCA in Palästina verstehen sich als soziale Institutionen, die sich für ein würdiges Leben aller Menschen einsetzen. Als nach dem Ausbruch der zweiten Intifada im Jahr 2000 die Abriegelung der palästinensischen Gebiete und die Übergriffe auf Zivilpersonen dramatisch zunahmen und auch die Arbeit von YMCA und YWCA fast unmöglich machte, riefen die beiden Organisationen eine Initiative ins Leben, die sich mit Informations- und Friedensarbeit befasst. Damit machen sie einerseits Freunde und Partner auf ihre schwierige Situation aufmerksam. Andererseits propagieren sie in der eigenen Gesellschaft gewaltlose Mittel zur Lösung des Konfliktes  und vernetzen sich mit anderen Organisationen der Zivilgesellschaft. Die Friedens- und Menschenrechtsarbeit wird von einem Team koordiniert, das aus Angestellten und Freiwilligen beider Organisationen besteht.

 

Menschenrechtsbildung und Friedenserziehung

YMCA und YWCA sind als Jugendorganisationen prädestiniert, sich durch Bildungsarbeit für eine friedlichere Zukunft zu engagieren. Der YMCA hat deshalb die Jugendgruppe „Youth for Peace and Development“ gegründet, die regelmässig Workshops zu Menschenrechten, Methoden der Gewaltfreiheit und Demokratie anbietet. Der YWCA hat diese Inhalte in bestehende Jugendangebote integriert und führt Workshops in Flüchtlingslagern durch.

Die Jugendlichen organisieren jährlich die „Journey for Justice“, eine zehntägige Bildungs- und Begegnungsreise in Palästina für 18- bis 25-jährige Jugendliche aus aller Welt, während der die palästinensischen Jugendlichen Gleichaltrigen ihre Lebensverhältnisse näher bringen.

 

Olivenbaumkampagne und Informationsarbeit

Das Team koordiniert auch die Kampagne „Keep Hope Alive“: Mit Hilfe internationaler Sponsoren werden 50'000 junge Olivenbäumen wieder angepflanzt, wo Bäume ausgerissen oder zerstört wurden. Damit erhalten betroffene Bauern einen Teil ihrer verlorenen Bäume ersetzt. Zudem kann in vielen Fällen die Enteignung des Landes verhindert werden. Gleichzeitig werden die internationalen Sponsoren und Sponsorinnen für die Situation in Palästina sensibilisiert und es wird ihnen bewusst gemacht, wie wichtig es für die lokale Bevölkerung ist, dass international auf einen gerechten Frieden hingearbeitet wird. Ein wichtiges Instrument für die Informationsarbeit im In- und Ausland ist die mehrsprachige Website der JAI.

 


Projektdaten Laufzeit Projektbeitrag 2010
Horyzon ist die Schweizer Entwicklungsorganisation für Jugendliche und unterstützt Entwicklungsprojekte im Süden und Osten der Welt. 2010-2012 CHF 18'000.-

Horyzon, Florastrasse 21, 4600 Olten, Switzerland, T +41 (0)62 296 62 68, info@horyzon.ch