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Palästina: Wiedereingliederung für Jugendliche

Hintergrund

2017 ist ein denkwürdiges Jahr in der langen Geschichte des Nahostkonflikts. 1917 verspricht die Balfour-Deklaration die Gründung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk im britischen Mandatsgebiet Palästina. 1947 beschließt die UNO-Vollversammlung die Teilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat. 1967 erobert Israel im Sechstagekrieg das Westjordanland, Ostjerusalem und den Gazastreifen und hält seither diese Gebiete besetzt. 1987 beginnt die erste Intifada, der sowohl friedliche als auch gewalttätige Aufstand der Palästinenser gegen die israelische Besatzung. 2007 riegeln Ägypten und Israel den Gazastreifen ab, nachdem die Hamas gewaltsam die Macht ergriffen hat. Die seit 50 Jahren andauernde Besetzung der palästinensischen Gebiete und die 10-jährige Blockade des Gaza-Streifens haben vielfältige negative Folgen für die Zivilbevölkerung wie beispielsweise eingeschränkte Bewegungsfreiheit, physische Verletzungen und psychische Traumata oder wirtschaftliche Not.

Der palästinensisch-israelische Konflikt führte in den letzten Jahren zu Tausenden von Verletzten, die lernen müssen mit einer permanenten Behinderung zu leben. Dabei handelt es sich vor allem um Querschnittlähmungen, Gehbehinderungen, Seh- und Wahrnehmungsstörungen nach Schussverletzungen sowie um posttraumatische Störungen (Schlafstörungen, Depression, Verfolgungswahn, Abbruch der sozialen Kontakte oder Apathie).

Für junge Menschen unter 30 Jahren, die über 70% der Gesamtbevölkerung ausmachen, ist es schwierig, nach abgeschlossener Ausbildung eine Anstellung zu finden. Die Arbeitslosigkeit in diesem Alterssegment beträgt entsprechend 40% für junge Männer und 63% für junge Frauen[2]. Für Menschen mit Behinderungen ist die Situation noch schwieriger. Ungefähr 70% von ihnen habe keine oder nur eine geringe Schulbildung genossen und 87% der Menschen mit Behinderungen über 18 Jahre arbeiten nicht.

 

Programmziele

Das Programm verfolgt das Ziel Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderungen und Traumata bei der sozialen und beruflichen Wiedereingliederung zu unterstützen und durch therapeutische Angebote und präventive Massnahmen die psychische Gesundheit in der palästinensischen Gesellschaft zu verbessern.

 

Wirkung

  • Behinderte und traumatisierte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene können besser mit ihrer Behinderung/ihrem Trauma umgehen.
  • Die Begünstigten sind physisch und wirtschaftlich selbstständig.
  • Die Familien/Verwandten sowie die Gesellschaft kennen die Bedürfnisse und Rechte von Behinderten/Traumatisierten und leisten Unterstützung.
  • Palästinensische Therapeuten/-innen entwickeln ihre Kenntnisse, Fähigkeiten und Behandlungstechniken weiter.

 

Begünstigte

Jährlich profitieren 800 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderungen und Traumata im ganzen Westjordanland als direkt Begünstigte von den Dienstleistungen des YMCA Ostjerusalem. 60 Therapeuten/-innen des YMCA Ostjerusalem und von anderen Organisationen sind weitergebildet.

 

 

Quellen:

 

 


Programmdaten Programmsumme 2017
Palästina: Wiedereingliederung für Jugendliche CHF 192'000.-

Für Wiedereingliederung spenden

Förderunterricht für Jugendliche mit Behinderungen/Trauma

CHF 90.-

zur Online-Spende


Schenken Sie Jugendlichen ein selbständiges Leben

CHF 420.-

zur Online-Spende

Oder einfach auf unser Spendenkonto 60-324630-5 mit dem Vermerk "Palästina Wiedereingliederung".

 

Success Story: Erfolgreiche Wiedereingliederung von Bilal Mahmmud Al-Ghafi-Yatta

Im Januar 2011 hatte Laurent Burst, freiberuflicher Fotograf für Horyzon, die Möglichkeit, Menschen in Palästina kennen zu lernen, denen der YMCA geholfen hat. Einer davon ist Bilal. Mit 19 Jahren schossen ihm israelische Soldaten in den Kopf, als er versuchte, Kinder aus der Schusslinie zu retten. Seine aussergewöhnliche Geschichte  zeigt auf, wie dringend notwendig die Entwicklungszusammen-arbeit in Palästina ist.


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